Umstieg von 2-fach auf 3-fach Verglasung: Lohnt sich die Investition für Sie?
Moderne Fenster können Ihre Heizkosten deutlich senken – aber rechnet sich der Aufpreis für Dreifachverglasung wirklich?
Allgemein, Für Eigentümer, sanieren

Die wichtigste Entscheidung bei der Fenstersanierung
Der Austausch alter Fenster gehört zu den effektivsten Sanierungsmaßnahmen für Ihr Eigenheim. Doch vor der Investition stehen Sie vor einer entscheidenden Frage: Reicht eine moderne Zweifachverglasung aus oder sollten Sie direkt in Dreifachverglasung investieren? Die Antwort ist komplexer als gedacht. Während die technischen Vorteile der Dreifachverglasung unbestritten sind, hängt die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit von verschiedenen Faktoren ab. Staatliche Förderungen, Energiepreise und der Zustand Ihrer Immobilie spielen dabei eine zentrale Rolle. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann sich der Umstieg für Sie lohnt, welche Förderungen Sie nutzen können und worauf Sie bei der Umsetzung achten sollten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Dreifachverglasung spart 10-15 % mehr Energie als moderne Zweifachverglasung: Bei sehr alten Fenstern können Sie jährlich 400-600 € Heizkosten einsparen, beim Wechsel von moderner 2-fach auf 3-fach-Verglasung sind es etwa 150-250 € pro Jahr.
Die Mehrkosten amortisieren sich nach 10-20 Jahren: Der Aufpreis für Dreifachverglasung beträgt nur 10-30 % gegenüber Zweifachverglasung, was bei steigenden Energiepreisen die Amortisationszeit verkürzt.
Staatliche Förderung macht den Unterschied: Das BAFA fördert nur Fenster mit einem U-Wert unter 0,95 W/(m²K) mit bis zu 20 % der Kosten – das schaffen nur hochwertige Dreifachverglasungen.
Das GEG fordert maximal 1,3 W/(m²K): Diese gesetzliche Mindestanforderung erfüllen moderne Zweifachverglasungen gerade noch, Dreifachverglasungen übertreffen sie deutlich mit Werten von 0,8-1,0 W/(m²K).
Im Altbau ist Vorsicht geboten: Ohne ausreichende Wanddämmung können hocheffiziente Fenster zu Schimmelbildung führen – ein durchdachtes Lüftungskonzept ist dann zwingend erforderlich.
Der Fensterrahmen ist entscheidend: Er macht 25-30 % der Fensterfläche aus und beeinflusst die Gesamtenergiebilanz erheblich – eine „Warme Kante“ verbessert den U-Wert um bis zu 10 %.
Was sind die technischen Unterschiede der Verglasungen?
Moderne Fensterverglasungen unterscheiden sich fundamental in ihrem Aufbau. Eine Zweifachverglasung besteht aus zwei Glasscheiben mit einem gasgefüllten Zwischenraum. Diese bewährte Konstruktion war jahrzehntelang Standard in deutschen Wohngebäuden. Dreifachverglasungen verfügen über drei Glasscheiben mit zwei isolierenden Zwischenräumen. Diese zusätzliche Scheibe und der zweite Zwischenraum ermöglichen eine deutlich bessere Wärmedämmung.
Die technische Überlegenheit zeigt sich besonders bei extremen Temperaturen. Während bei alten Zweifachverglasungen die Innenseite der Scheibe bei -10 °C Außentemperatur knapp unter 0 °C liegen kann, erreichen moderne Dreifachverglasungen unter identischen Bedingungen angenehme 17 °C auf der Raumseite. Das bedeutet: keine kalte Strahlung mehr von den Fenstern und ein deutlich behaglicheres Wohnklima.
Aufbau und Gasfüllung im Scheibenzwischenraum
Der Scheibenzwischenraum (SZR) bildet das Herzstück moderner Isolierverglasung. Statt normaler Luft füllen Hersteller diese Räume mit Edelgasen wie Argon oder Krypton. Argon ist dabei die wirtschaftlichste Lösung und reduziert die Wärmeleitung erheblich. Krypton bietet noch bessere Dämmwerte, kostet aber deutlich mehr. Die optimale Breite des Zwischenraums liegt zwischen 16 und 20 Millimetern.
Moderne Wärmeschutzgläser erhalten zusätzlich spezielle Low-E-Beschichtungen. Diese hauchdünne Metallschicht von etwa 100 Nanometern Dicke wird auf die Glasoberfläche aufgebracht. Sie lässt natürliches Licht durch, reduziert aber gleichzeitig den Wärmeverlust erheblich. Bei Dreifachverglasungen werden diese Beschichtungen auf mehreren Oberflächen angebracht und maximieren so die Energieeffizienz.
Die sogenannte „Warme Kante“ als Abstandhalter zwischen den Scheiben spielt eine wichtige Rolle. Diese modernen Kunststoff-Abstandhalter ersetzen die alten Aluminium-Varianten und reduzieren Wärmebrücken. Durch hochwertige Randverbundlösungen lässt sich der U-Wert des gesamten Fensters um bis zu 10 % verbessern.
U-Wert als entscheidender Indikator für Wärmedämmung
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch Ihre Fenster verloren geht. Je niedriger dieser Wert, desto besser die Dämmung. Gemessen wird er in Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied (W/(m²K)).
Wichtig für Sie: Es gibt verschiedene U-Werte. Der Ug-Wert beschreibt nur das Glas, der Uf-Wert den Rahmen und der Uw-Wert das komplette Fenster. Für Ihre Entscheidung zählt nur der Uw-Wert, da er die Gesamtleistung widerspiegelt.
Die Unterschiede sind erheblich:
Moderne Zweifachverglasung: Uw-Werte zwischen 1,1 und 1,5 W/(m²K)
Moderne Dreifachverglasung: Uw-Werte zwischen 0,5 und 1,1 W/(m²K)
Premium-Dreifachverglasung: Uw-Werte von 0,8 bis 0,9 W/(m²K)
Das bedeutet konkret: Dreifach verglaste Fenster verlieren nur etwa halb so viel Wärme wie Zweifachverglasungen. Bei einem Einfamilienhaus mit 25 m² Fensterfläche können das jährliche Mehrkosten von 400 bis 600 € bedeuten.
Lohnt sich der Umstieg von Doppelverglasung auf Dreifachverglasung finanziell?
Die finanzielle Bewertung des Fenstertausches erfordert eine realistische Betrachtung von Kosten und Nutzen. Die Investition ist erheblich, aber die langfristigen Einsparungen und Förderungen können sie rechtfertigen.
Mehrkosten bei der Anschaffung im Vergleich
Die Gesamtkosten für neue Fenster setzen sich aus Material (70 %) und Montage (30 %) zusammen. Für ein Standard-Fenster (1,3 m x 1,3 m) mit Dreifachverglasung zahlen Sie durchschnittlich:
| Rahmenmaterial | Kosten pro Fenster | Eigenschaften |
| Kunststoff | 598 € | Beste Preis-Leistung, pflegeleicht |
| Holz | 835 € | Natürliche Optik, regelmäßige Pflege nötig |
| Holz-Aluminium | 960 € | Langlebig, wartungsarm |
| Aluminium | 1.153 € | Modern, sehr langlebig |
(Quelle: Verband Fenster + Fassade)
Für ein Einfamilienhaus mit 15 Fenstern ergeben sich Gesamtkosten zwischen 9.000 und 18.000 €. Der Mehrpreis für Dreifachverglasung gegenüber Zweifachverglasung beträgt dabei nur 10 bis 30 %. Bei modernen Ausführungen sprechen wir von etwa 100 bis 300 € Mehrkosten pro Fenster.
Diese moderate Preisdifferenz relativiert sich weiter durch staatliche Förderungen. Bei einer BAFA-Förderung von 20 % reduzieren sich Ihre Nettokosten erheblich. Das macht hochwertige Dreifachverglasungen oft kaum teurer als ungeförderte Zweifachverglasungen.
Amortisationszeit durch Heizkostenersparnis
Die Amortisationszeit hängt stark von Ihrer Ausgangssituation ab. Beim Austausch sehr alter Fenster gegen Dreifachverglasung sparen Sie jährlich 400 bis 800 €. Die Investition rechnet sich hier oft schon nach 10 bis 15 Jahren.
Beim Wechsel von moderner Zweifach- zu Dreifachverglasung sieht die Rechnung anders aus: Die jährliche Ersparnis liegt bei etwa 150 bis 250 €. Bei Mehrkosten von 2.000 bis 3.000 € für 10 Fenster ergibt sich eine Amortisationszeit von 10 bis 20 Jahren.
Ein konkretes Rechenbeispiel: Bei einem Einfamilienhaus mit 30 m² Fensterfläche und dem Austausch von 2005er Fenstern (Uw 1,4) gegen moderne Dreifachverglasung (Uw 0,85) sparen Sie jährlich 600 bis 800 kWh. Das entspricht bei aktuellen Gaspreisen etwa 70 bis 100 € pro Jahr, bei Fernwärme sogar 110 bis 150 €.
Wichtig: Steigende Energiepreise verkürzen die Amortisationszeit erheblich. Bei einem Preisanstieg von 30 % reduziert sich die Amortisation auf 7 bis 15 Jahre. Angesichts der Fensterlebensdauer von 40 bis 50 Jahren ist das eine lohnende Investition.
Welche Energievorgaben gelten aktuell für den Fenstertausch?
Die gesetzlichen Anforderungen definieren klare Mindeststandards für neue Fenster. Diese Vorgaben müssen Sie unabhängig von Förderungen einhalten.
Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
Das GEG schreibt seit 2024 für neue Fenster einen maximalen U-Wert von 1,3 W/(m²K) vor. Für Dachfenster gilt ein Grenzwert von 1,4 W/(m²K). Diese Anforderungen gelten sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen im Bestand.
Moderne Zweifachverglasungen mit U-Werten zwischen 1,1 und 1,4 W/(m²K) erfüllen diese Mindestanforderungen gerade noch. Dreifachverglasungen übertreffen sie mit Werten von 0,8 bis 1,0 W/(m²K) deutlich und bieten Ihnen mehr Spielraum für die Zukunft.
Bei reinem Scheibentausch ohne Rahmenwechsel gelten strengere Regeln: Hier fordert das GEG einen maximalen Ug-Wert von 1,1 W/(m²K) für die Verglasung. Für Baudenkmäler existieren Ausnahmeregelungen mit höheren zulässigen Werten bis 1,6 W/(m²K).
(Quelle: Gebäudeenergiegesetz)
Staatliche Förderung für effiziente Einzelmaßnahmen
Das BAFA fördert energetische Sanierungen mit attraktiven Zuschüssen. Der Grundfördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Kosten. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich die Förderung auf 20 %.
Die Fördervoraussetzungen sind anspruchsvoll: Neue Fenster müssen einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen. Das schaffen nur hochwertige Dreifachverglasungen. Moderne Zweifachverglasungen mit U-Werten um 1,1 bis 1,2 W/(m²K) sind nicht förderfähig.
| Förderung | Fördersatz | Maximale förderfähige Kosten | Maximaler Zuschuss |
| Ohne iSFP | 15 % | 30.000 € pro Wohneinheit | 4.500 € |
| Mit iSFP | 20 % | 60.000 € pro Wohneinheit | 12.000 € |
(Quelle: BAFA)
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden. Ein Energieberater ist für die Antragstellung zwingend erforderlich. Diese Investition lohnt sich aber, da die Energieberatung selbst mit bis zu 50 % gefördert wird.
Wie viel Energie sparen 3-fach verglaste Fenster im Vergleich zu 2-fach Modellen?
Die tatsächlichen Energieeinsparungen hängen stark vom Ausgangszustand Ihrer Fenster ab. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Szenarien sind erheblich.
Konkretes Einsparpotenzial in kWh und Euro
Beim Austausch sehr alter Fenster mit Einfachverglasung (Uw 2,8 oder schlechter) gegen moderne Dreifachverglasung (Uw 0,95) sparen Sie pro Fenstereinheit jährlich etwa 491 kWh. Das entspricht 49 Kubikmetern Erdgas.
Der Wechsel von modernen Zweifach- zu Dreifachverglasungen bringt geringere, aber dennoch relevante Einsparungen. Die Heizenergie reduziert sich um 10 bis 15 %. Bei einem typischen Einfamilienhaus bedeutet das:
Jährliche Energieeinsparung: 600 bis 800 kWh
Kosteneinsparung bei Gas (12 Cent/kWh): 70 bis 100 €
Kosteneinsparung bei Fernwärme (18 Cent/kWh): 110 bis 150 €
Für ein Haus mit 25 m² Fensterfläche und sehr alten Fenstern sind die Einsparungen beeindruckend: Sie sparen jährlich etwa 518 Liter Heizöl oder rund 829 €. Das verdeutlicht das enorme Potenzial bei unsanierten Altbauten.
(Quelle: Bundesverband Flachglas)
Reduzierung von Wärmeverlusten im Winter
Moderne Wärmeschutzfenster reduzieren den Wärmeverlust über die Fenster um mehr als 60 %. Ihre Heizkosten sinken dadurch typischerweise um 10 bis 20 % pro Jahr.
Der Komfortgewinn ist deutlich spürbar: Die raumseitige Oberflächentemperatur verbessert sich erheblich. Keine kalten Fenster mehr, keine Zugluft, kein Kondenswasser. Das Raumklima wird behaglicher und gesünder.
Bis zu ein Fünftel Ihrer Heizenergie kann durch undichte alte Fenster verloren gehen. Moderne Fenster mit dichten Rahmen und fachgerechtem Einbau schließen diese Energielecks zuverlässig. Voraussetzung ist allerdings eine professionelle Montage mit korrekter Abdichtung aller Anschlussfugen.
Sind 3-fach verglaste Fenster im Altbau ohne Fassadendämmung sinnvoll?
Diese Frage beschäftigt viele Altbaubesitzer. Die pauschale Warnung vor Schimmelbildung durch bessere Fenster ist wissenschaftlich nicht haltbar, erfordert aber differenzierte Betrachtung.
Problematik der Schimmelbildung an Außenwänden
Das Schimmelrisiko steigt nicht automatisch durch bessere Fenster. Die absolute Temperatur Ihrer Wandoberfläche ändert sich durch neue Fenster nicht. Was sich ändert: Der kälteste Punkt verschiebt sich möglicherweise vom Fenster zur Wand.
Entscheidend ist die relative Luftfeuchtigkeit im Raum. Neue, dichte Fenster reduzieren den unkontrollierten Luftaustausch. Ohne angepasstes Lüftungsverhalten kann die Luftfeuchtigkeit ansteigen. Dann droht tatsächlich Schimmelgefahr an kalten Wandstellen.
Die Lösung ist einfach: Behalten Sie durch regelmäßiges Stoßlüften die gewohnte Luftfeuchtigkeit bei. Hatten Sie vorher keine Schimmelprobleme und lüften Sie nach dem Fenstertausch ausreichend, werden Sie auch danach keine Probleme bekommen. Die Fensterqualität (2-fach oder 3-fach) spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
(Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)
Bedeutung des Lüftungskonzepts nach dem Einbau
Ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 ist bei größeren Sanierungen gesetzlich vorgeschrieben. Tauschen Sie mehr als ein Drittel Ihrer Fenster aus, müssen Sie dieses Konzept erstellen lassen.
Die Notwendigkeit zusätzlicher Lüftungsmaßnahmen hängt von Ihrem Standort ab. In windstarken Gebieten wie Hamburg reicht oft die natürliche Infiltration. In windschwachen Regionen wie Kassel sind fast immer zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
Ihre Optionen für ausreichende Lüftung:
Regelmäßiges Stoßlüften: 3-4 mal täglich
Fensterfalzlüfter: als automatische Grundlüftung
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: optimal, aber kostenintensiv
Die Investition in ein durchdachtes Lüftungskonzept schützt nicht nur vor Schimmel, sondern sichert auch ein gesundes Raumklima. Planen Sie diese Kosten von Anfang an mit ein.
Welchen Einfluss hat der Fensterrahmen auf die Gesamtenergiebildanz?
Der Rahmen macht 25 bis 30 % der Fensterfläche aus und beeinflusst die Energiebilanz erheblich. Seine Bedeutung wird oft unterschätzt.
Zusammenspiel von Glas und Rahmenmaterial
Jedes Rahmenmaterial hat spezifische Vor- und Nachteile:
Kunststoffrahmen bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie dämmen gut, sind pflegeleicht und kosten zwischen 400 und 600 € pro Fenster. Holzrahmen überzeugen durch natürliche Ästhetik und gute Dämmeigenschaften, benötigen aber regelmäßige Pflege. Die Kosten liegen bei 500 bis 800 €.
Aluminium und Holz-Aluminium-Kombinationen sind die Premium-Lösung. Sie kosten 650 bis über 1.000 € pro Fenster, bieten dafür extreme Langlebigkeit und modernes Design. Die Dämmwerte moderner Aluminiumrahmen mit thermischer Trennung sind heute ebenfalls sehr gut.
Der Rahmen-U-Wert (Uf) ist bei modernen Konstruktionen etwa 30 % besser als bei alten Fenstern. Trotzdem bleibt er oft der energetische Schwachpunkt. Achten Sie deshalb auf die Angabe des Gesamt-U-Wertes (Uw), nicht nur auf den Glaswert.
Warme Kante als wichtiger Abstandhalter
Die „Warme Kante“ trennt die Glasscheiben im Randbereich. Moderne Systeme verwenden Kunststoff statt Aluminium und reduzieren Wärmebrücken erheblich.
Der Effekt ist messbar: Eine hochwertige Warme Kante verbessert den U-Wert Ihrer Fenster um bis zu 10 %. Bei einem Fenster mit Uw 0,9 W/(m²K) können Sie durch bessere Randverbünde auf 0,8 W/(m²K) kommen. Das kann den Unterschied zwischen Förderung und Nicht-Förderung ausmachen.
Besonders im Altbau helfen spezielle Dämmleisten im Randbereich. Sie entschärfen Wärmebrücken ohne aufwendige Fassadendämmung. Eine sinnvolle Ergänzung bei der Fenstersanierung im ungedämmten Bestand.
Worauf sollten Sie beim Umstieg konkret achten?
Der erfolgreiche Fenstertausch erfordert sorgfältige Planung. Diese Punkte sind entscheidend für das Gelingen Ihres Projekts.
Prüfung der baulichen Voraussetzungen vor Ort
Analysieren Sie zunächst Ihre bestehende Situation gründlich. Untersuchen Sie Fenster, Laibungen und Rollladenkästen auf Schäden und Dämmzustand. Diese Komponenten bilden eine bauphysikalische Einheit.
Die wichtigste Regel: Der U-Wert Ihrer Wände sollte besser sein als der Ihrer neuen Fenster. Andernfalls wird die Wand zum kältesten Punkt und Kondensationsfläche. Bei ungedämmten Altbauwänden (U-Wert um 2,0) sind daher moderate Fenster-U-Werte um 1,1 bis 1,2 oft sinnvoller als Höchstleistungsfenster mit 0,7.
Vergessen Sie die Rollladenkästen nicht. Sie umfassen bei einem Einfamilienhaus bis zu 8 m² Fläche und verursachen erhebliche Wärmeverluste. Dämmen oder erneuern Sie alte Kästen gleich mit. Die Mehrkosten sind gering, der Effekt erheblich.
Auswahl des passenden g-Wertes für solare Gewinne
Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenenergie durch Ihre Fenster ins Haus gelangt. Er ist fast so wichtig wie der U-Wert, wird aber oft vernachlässigt.
Moderne Zweifachverglasungen haben typischerweise einen g-Wert von 0,70 (70 % Durchlass), Dreifachverglasungen etwa 0,55 (55 % Durchlass). Der niedrigere g-Wert der Dreifachverglasung bedeutet weniger solare Gewinne im Winter, aber auch besseren Hitzeschutz im Sommer.
Die optimale Wahl hängt von der Ausrichtung ab:
Nordseite: Niedriger U-Wert wichtiger als g-Wert
Südseite in kalten Regionen: Hoher g-Wert für solare Gewinne
Südseite in warmen Regionen: Niedriger g-Wert gegen Überhitzung
Große Glasflächen: Unbedingt Sonnenschutz einplanen
Lassen Sie im Zweifel den optimalen g-Wert berechnen. Die richtige Balance zwischen Wärmeschutz und solaren Gewinnen kann Ihre Energiebilanz deutlich verbessern.
FAQ: Häufige Fragen zum Fensterwechsel
Dreifachverglasung bietet etwa 50 % bessere Wärmedämmung beim reinen Glaswert. Beim Gesamtfenster liegt die Verbesserung bei 10 bis 15 % gegenüber moderner Zweifachverglasung. Sie profitieren von besserem Schallschutz, geringerer Überhitzung im Sommer und wärmeren Fensteroberflächen. Die Innenseite erreicht bei -10 °C Außentemperatur noch angenehme 17 °C, während alte Zweifachfenster unter 0 °C fallen können.
Der Wechsel rechnet sich nicht immer kurzfristig. Die Amortisationszeit beträgt 10 bis 20 Jahre beim Austausch moderner Fenster. Interessant wird es durch staatliche Förderungen von bis zu 20 % und bei langfristiger Betrachtung. Bei einer Fensterlebensdauer von 40 bis 50 Jahren lohnt sich die Investition. Besonders sinnvoll ist der Wechsel, wenn Ihre Fenster ohnehin defekt sind oder Sie andere Sanierungsmaßnahmen planen.
Beim Wechsel von moderner Zweifach- zu Dreifachverglasung sparen Sie 10 bis 15 % Heizenergie. Das entspricht bei einem Einfamilienhaus etwa 150 bis 250 € jährlich. Der Austausch sehr alter Einfachverglasungen bringt deutlich mehr: bis zu 491 kWh pro Fenster und Jahr. Bei 25 m² Fensterfläche können Sie jährlich über 800 € sparen.
Dreifachverglasung eignet sich für Altbauten, wenn Sie gleichzeitig die Fassade dämmen, eine Lüftungsanlage einbauen oder konsequent stoßlüften. Für die staatliche Förderung sind sie zwingend erforderlich. In unsanierten Altbauten ohne Außendämmung sind oft Zweifachverglasungen mit U-Werten um 1,1 bis 1,2 die bessere Wahl. Die Grundregel lautet: Ihre Wände sollten besser dämmen als Ihre Fenster.
Fazit: Dreifachverglasung lohnt sich bei durchdachter Planung und Förderung
Die Entscheidung für Dreifachverglasung erfordert eine individuelle Betrachtung Ihrer Situation. Technisch sind moderne Dreifachfenster klar überlegen. Sie erfüllen problemlos alle gesetzlichen Anforderungen und sichern Ihnen staatliche Förderungen.
Wirtschaftlich rechnet sich der Umstieg besonders bei der Nutzung der BAFA-Förderung von bis zu 20 %. Die Amortisationszeit verkürzt sich dadurch erheblich. Bei steigenden Energiepreisen verbessert sich die Rechnung zusätzlich zu Ihren Gunsten.
Bauphysikalisch müssen Sie die neuen Fenster mit Ihrer Gebäudesituation abstimmen. Im ungedämmten Altbau erfordert Dreifachverglasung ein durchdachtes Lüftungskonzept. Mit regelmäßigem Stoßlüften vermeiden Sie Feuchtigkeitsprobleme zuverlässig.
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