Dachgeschoss günstig dämmen: Anleitung und Kosten im Überblick
Heizkosten senken, Wohnkomfort steigern – mit der richtigen Dämmstrategie für Ihr Dachgeschoss
Allgemein, Für Eigentümer, sanieren

Dachgeschoss günstig dämmen für Energieeinsparung & Wohnkomfort
Eine gut gedämmte Immobilie spart nicht nur Geld, sondern steigert auch erheblich den Wohnwert. Das Dach trägt mit etwa 20 bis 30 % zu den Wärmeverlusten eines typischen Einfamilienhauses bei. Diese erheblichen Verluste machen Dachdämmmaßnahmen zu einer der wirksamsten energetischen Sanierungen im Gebäudebestand. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihr Dachgeschoss kostengünstig dämmen können, welche Methoden und Materialien sich besonders eignen und welche Förderungen Sie nutzen können.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Energieeinsparung bis zu 30 %: Eine fachgerechte Dachdämmung reduziert Wärmeverluste über das Dach um 50 bis 70 %, was zu einer Gesamtheizenergie-Einsparung von etwa 7 bis 15 % führt.
Kosten ab 900 Euro: Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist mit 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter die günstigste Option und amortisiert sich bereits nach 10 bis 15 Jahren.
Mineralwolle als Preis-Leistungs-Sieger: Mit Kosten von 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter und einer Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren bietet Mineralwolle das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Förderungen bis zu 30 %: BAFA-Zuschüsse von 15 %, KfW-Förderungen bis 30 % oder steuerliche Absetzbarkeit von 20 % über drei Jahre reduzieren die Investitionskosten erheblich.
Gesetzliche Pflichten beachten: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für Dächer einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²·K) vor, bei Neuerwerbungen besteht eine zweijährige Nachrüstfrist.
Eigenleistung spart Geld: Bei der Dämmung der obersten Geschossdecke können Sie durch Eigenleistung 40 bis 60 % der Gesamtkosten einsparen.
Warum ist es sinnvoll, das Dachgeschoss zu dämmen?
Energieeinsparung durch Wärmedämmung
Über ein ungedämmtes Dach entweicht kontinuierlich wertvolle Heizenergie. Bei einer fachgerechten Dämmung lassen sich diese Wärmeverluste um 50 bis 70 % reduzieren. Das bedeutet konkret: In einem typischen Einfamilienhaus mit einem jährlichen Gasverbrauch von 24.000 Kilowattstunden und einem durchschnittlichen Gaspreis von etwa 10,47 Cent pro Kilowattstunde sparen Sie über 200 Euro jährlich.
Selbst eine kostengünstige 10-Zentimeter-Dämmung der obersten Geschossdecke senkt den Wärmeverlust über das Dach um bis zu 30 %. Bei jährlichen Heizkosten von 2.400 Euro entspricht dies einer Ersparnis von etwa 168 Euro pro Jahr. Die Investition rechnet sich also bereits nach wenigen Jahren.
Verbesserung des Wohnklimas im Sommer und Winter
Ein schlecht gedämmtes Dach führt zu extremen Temperaturschwankungen in den darunter liegenden Räumen. Im Winter wird es unbehaglich kalt, im Sommer unerträglich heiß. Eine professionelle Dachdämmung schafft hier Abhilfe: Sie hält die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen.
Besonders in Dachgeschosswohnungen macht sich dieser Effekt bemerkbar. Die Räume bleiben auch bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl, sodass Sie auf energieintensive Klimaanlagen verzichten können. Das spart zusätzlich Stromkosten und erhöht den Wohnkomfort erheblich.
Welche Methoden gibt es um das Dachgeschoss günstig zu dämmen?
Dämmung der obersten Geschossdecke
Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist die kostengünstigste Variante für alle, die ihren Dachboden nicht als Wohnraum nutzen. Mit nur 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter ist sie ideal für Eigentümer mit kleinerem Budget. Für eine typische 60 Quadratmeter große Deckenfläche entstehen Gesamtkosten zwischen 900 und 3.000 Euro.
Besonders wirtschaftlich ist die Einblasdämmung mit Materialkosten zwischen 15 und 25 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus können Sie mit Gesamtkosten von etwa 1.500 bis 3.000 Euro rechnen. Der große Vorteil: Diese Maßnahme können Sie oft in Eigenleistung durchführen und so die Handwerkerkosten sparen.
Zwischensparrendämmung bei Dachschrägen
Die Zwischensparrendämmung ist mit 80 bis 90 % Marktanteil die gängigste Methode für Steildächer. Das Dämmmaterial wird von innen zwischen den vorhandenen Dachsparren eingebracht. Die Kosten liegen zwischen 70 und 120 Euro pro Quadratmeter. Bei 100 Quadratmetern Dachfläche müssen Sie mit Gesamtkosten zwischen 7.000 und 12.000 Euro rechnen.
Diese Methode eignet sich besonders, wenn Sie ohnehin Instandhaltungsarbeiten am Dach planen. Dann fallen Fixkosten wie Gerüststellung nur einmal an. Glas- und Steinwolle sind hier ideal, da sie sich perfekt an die Sparren anschmiegen und Wärmebrücken minimieren.
Untersparrendämmung als Ergänzung
Die Untersparrendämmung wird unterhalb der Sparren angebracht und dient meist als Ergänzung zur bestehenden Zwischensparrendämmung. Mit 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter ist sie besonders kostengünstig, da keine Arbeiten am Dachaufbau erforderlich sind.
Für eine 100 Quadratmeter große Dachfläche bedeutet dies Kosten zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Die Kombination aus Zwischen- und Untersparrendämmung erhöht die Kosten auf 9.000 bis 20.000 Euro, bietet aber deutlich bessere Dämmwerte. Dies ist besonders im Altbau sinnvoll, wo die vorhandenen Sparren oft zu schmal für moderne Dämmstandards sind.
Welches Dämmmaterial ist am billigsten?
Mineralwolle: Glaswolle und Steinwolle
Mineralwolle gehört zu den meistverwendeten Dämmstoffen in Deutschland. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei Steinwolle zwischen 0,035 und 0,040 W/mK, bei Glaswolle zwischen 0,032 und 0,040 W/mK. Mit etwa 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter bietet Mineralwolle ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Vorteile sind überzeugend: Mineralwolle ist nicht brennbar, formstabil und langlebig mit einer Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren. Die Diffusionsoffenheit ermöglicht es der Konstruktion, wieder auszutrocknen, falls Feuchtigkeit eindringen sollte. Preiserhöhungen im Jahr 2026 liegen im Bereich von etwa 3,5 bis 5 % (Quelle: www.vonguttenberg.de).
Styropor (EPS) und Hartschaumplatten
Expandiertes Polystyrol (EPS), bekannt als Styropor, gehört zu den preisgünstigsten Dämmstoffen. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,030 bis 0,040 W/mK. Die Kosten variieren zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter, je nach Qualität und Dicke. Bei Standard-EPS 100 Platten mit 100 Millimeter Dicke belaufen sich die Kosten auf etwa 2,50 bis 3 Euro pro Quadratmeter.
EPS punktet durch einfache Verarbeitung und geringes Gewicht. Es eignet sich besonders für Fußboden- und Flachdachdämmung. Die Lebensdauer von 20 bis 40 Jahren ist allerdings kürzer als bei Mineralwolle. Zudem erfordert die normale Entflammbarkeit (Baustoffklasse B2) bei einigen Anwendungen zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
Vergleich der Dämmstoffe nach Preis und Leistung
| Dämmmaterial | Wärmeleitfähigkeit (W/mK) | Kosten pro m² | Lebensdauer |
| Glaswolle | 0,032 – 0,040 | 15 – 25 € | 30 – 50 Jahre |
| Steinwolle | 0,035 – 0,040 | 15 – 25 € | 30 – 50 Jahre |
| EPS/Styropor | 0,030 – 0,040 | 5 – 20 € | 20 – 40 Jahre |
| PUR/PIR | 0,022 – 0,028 | 25 – 35 € | 30 – 50 Jahre |
| Holzfaser | 0,038 – 0,055 | 14 – 25 € | 30 – 50 Jahre |
(Quellen: www.enter.de, www.obi.de)
Mineralwolle bietet das beste Gesamtpaket aus Preis, Leistung und Lebensdauer. Für preisbewusste Eigentümer ist sie die erste Wahl. Styropor eignet sich für nicht-kritische Anwendungen, wo die Kostenersparnis im Vordergrund steht.
Wie viel kostet es, ein Dachgeschoss zu dämmen?
Kostenfaktoren: Material vs. Handwerker
Die Gesamtkosten einer Dachdämmung setzen sich aus Material- und Arbeitskosten zusammen. Die Materialkosten machen typischerweise 40 bis 60 % der Gesamtinvestition aus. Der Rest entfällt auf die Handwerkerleistungen. Bei Eigenleistung können Sie diese Kosten erheblich reduzieren.
Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich: In Ballungsgebieten liegen die Handwerkerkosten oft 20 bis 30 % höher als in ländlichen Regionen. Auch die Zugänglichkeit des Daches und die Komplexität des Sparrensystems beeinflussen den Preis erheblich.
Preisbeispiele für die oberste Geschossdecke
Für eine 60 Quadratmeter große oberste Geschossdecke ergeben sich folgende Kalkulationen:
| Dämmvariante | Materialkosten | Arbeitskosten | Gesamtkosten |
| Einblasdämmung | 900 – 1.500 € | 600 – 1.500 € | 1.500 – 3.000 € |
| Dämmmatten | 900 – 1.500 € | 600 – 1.800 € | 1.500 – 3.300 € |
| Eigenleistung | 900 – 1.500 € | 0 € | 900 – 1.500 € |
(Quellen: www.finanztip.de, www.co2online.de)
Bei einer jährlichen Heizenergie-Einsparung von 7 % und durchschnittlichen Heizkosten von 2.400 Euro sparen Sie etwa 168 Euro jährlich. Die Investition amortisiert sich nach 10 bis 15 Jahren.
Kostenübersicht für die Dachschrägendämmung
Für 100 Quadratmeter Dachfläche mit Zwischensparrendämmung:
| Komponente | Kostenbereich |
| Materialkosten Mineralwolle | 1.500 – 2.500 € |
| Arbeitskosten Handwerker | 6.000 – 10.000 € |
| Dampfbremse inkl. Montage | 500 – 1.000 € |
| Gesamtkosten Standard | 8.000 – 13.500 € |
| Mit Untersparrendämmung | 11.000 – 21.500 € |
(Quelle: www.finanztip.de)
Die höheren Kosten für die Kombination mit Untersparrendämmung rechtfertigen sich durch deutlich bessere U-Werte und höhere Förderquoten.
Wie können Sie durch Eigenleistung Kosten sparen?
Vorbereitung des Untergrunds
Die gründliche Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Dämmmaßnahme. Reinigen Sie den Dachboden vollständig von Staub, Schmutz und spitzen Gegenständen. Prüfen Sie die Geschossdecke auf Undichtigkeiten und feuchte Stellen. Diese müssen vor der Dämmung behoben werden, um spätere Schimmelbildung zu vermeiden.
Achten Sie besonders auf organische Materialien wie Laub, die Feuchtigkeit speichern können. Eine feuchtigkeitsstabilisierende Grundierung kann bei problematischen Untergründen aufgebracht werden. Diese Vorarbeiten können Sie problemlos selbst durchführen und sparen dabei Handwerkerkosten.
Zuschnitt und Einbau der Dämmung
Messen Sie den Abstand zwischen den Sparren sorgfältig aus. Prüfen Sie das lichte Maß im unteren Bereich und etwa einen Meter höher, um Unterschiede im Sparrenabstand zu erfassen. Fügen Sie 10 bis 20 Millimeter zum gemessenen Abstand hinzu. So stellen Sie sicher, dass der Klemmfilz straff zwischen den Sparren sitzt.
Schneiden Sie das Material mit einer geraden Abziehlatte als Schneidehilfe zu. Die Dämmmatten werden zwischen die Sparren eingeklemmt und sollten bündig mit der Vorderkante der Sparren abschließen. Die volle Dicke der Dämmplatte muss expandiert sein, um Wärmebrücken zu vermeiden.
Anbringen der Dampfbremsfolie
Die Dampfbremse wird auf der Innenseite direkt oberhalb der Sparren angebracht. Befestigen Sie die Folie mit einem Tacker in Abständen von 10 bis 12 Zentimetern. Die einzelnen Folienabschnitte sollten etwa 10 Zentimeter überlappen.
Bringen Sie die Folie nicht zu straff an. Sie sollte locker hängen mit kleinen Falten, um Dehnungsrisse bei Temperaturschwankungen zu vermeiden. An Wandanschlüssen planen Sie einen Überstand von etwa 15 Zentimetern ein. Verkleben Sie alle Bahnen sorgfältig mit Dampfbremsklebeband über den Sparren. Die luftdichte Verbindung ist entscheidend für den Erfolg der Dämmung.
Welche gesetzlichen Vorgaben gelten laut Gebäudeenergiegesetz (GEG)?
Mindestanforderungen an den U-Wert
Das GEG 2024 schreibt für die Dämmung von Steildächern einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²·K) vor. Für Flachdächer liegt die Anforderung bei höchstens 0,20 W/(m²·K). Bei Raumdecken zu unbeheizten Dachräumen gilt ebenfalls ein maximaler U-Wert von 0,24 W/(m²·K).
Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn Sie die maximal mögliche Dämmschichtdicke mit einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,035 W/(m·K) einbauen. Bei Einblasdämmung oder Naturdämmstoffen ist eine Wärmeleitfähigkeit von maximal λ = 0,045 W/(m·K) zulässig (Quelle: § 48 und Anlage 7 GEG).
Nachrüstpflicht für Eigentümer
Eigentümer von Wohngebäuden sind verpflichtet, oberste Geschossdecken zu dämmen, die nicht den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz genügen. Eine wichtige Ausnahme: Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die ihre Wohnung bereits am 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben, sind von der Nachrüstpflicht befreit.
Erwerben Sie ein Haus neu, müssen Sie notwendige Dämmmaßnahmen innerhalb von zwei Jahren nach dem Eigentumsübergang durchführen. Eine weitere Ausnahmeregelung besteht, wenn die erforderlichen Aufwendungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist durch die Energieeinsparungen erwirtschaftet werden können (Quelle: § 47 GEG).
Gibt es Förderungen für eine günstige Dachdämmung?
Zuschüsse durch das BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt Zuschüsse für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle. Der Grundfördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Ausgaben. Ein Mindestinvestitionsvolumen von 300 Euro brutto ist erforderlich. Die Höchstgrenze der förderfähigen Ausgaben liegt bei 30.000 Euro pro Wohneinheit.
Für eine Dachbodendämmung können Sie mit BAFA-Förderung Zuschüsse zwischen 600 und 2.700 Euro erreichen, je nach Größe und Investitionsvolumen. Wichtig: Stellen Sie den Förderantrag vor Beginn der Arbeiten. Aufträge zur Planung und Beratung können Sie bereits vorher vergeben (Quelle: www.bafa.de).
Kredite und Förderungen der KfW
Die KfW fördert Dachdämmungen im Rahmen umfassender energetischer Sanierungen. Das Gebäude muss mindestens die Anforderungen an ein Effizienzhaus 85 erfüllen. Die KfW bietet zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse. Für eine Sanierung zum Effizienzhaus 85 können Zuschüsse bis zu 30 % der förderfähigen Kosten gewährt werden.
Beachten Sie: Der U-Wert der Dachdämmung muss 0,14 W/(m²·K) erreichen, um die KfW-Anforderungen zu erfüllen. Dies ist deutlich strenger als die GEG-Mindestanforderung von 0,24 W/(m²·K). Sie benötigen also eine dickere Dämmschicht, was zu höheren Investitionskosten führt, aber auch höhere Förderquoten ermöglicht (Quelle: www.kfw.de).
Steuerliche Absetzbarkeit der Maßnahmen
Eigentümer können 20 % der Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen über die Steuererklärung absetzen. Die Absetzung verteilt sich über drei Jahre: 7 % im ersten und zweiten Jahr sowie 6 % im dritten Jahr. Der maximale abzugsfähige Betrag liegt bei 200.000 Euro der Sanierungsausgaben, was zu einer maximalen Steuereinsparung von 40.000 Euro führt.
Voraussetzungen sind: Das Gebäude muss mindestens zehn Jahre alt sein, Sie bewohnen es selbst, und die Maßnahmen werden von einem Fachunternehmen durchgeführt. Die steuerliche Förderung kann nicht gleichzeitig mit KfW- oder BAFA-Förderungen für dieselbe Maßnahme kombiniert werden (Quelle: www.bundesfinanzministerium.de).
Häufige Fragen zum Thema Dachgeschoss günstig dämmen
Eine 10 Zentimeter dicke Dachbodendämmung kann den Wärmeverlust über das Dach um bis zu 30 % senken. Dies führt zu einer Gesamtheizenergie-Einsparung von etwa 15 %. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit jährlichen Heizkosten von 2.400 Euro bedeutet das eine Ersparnis von etwa 360 Euro pro Jahr.
Die 10-Zentimeter-Dämmung trägt auch zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes bei. Der Wärmeeintrag durch das Dach wird minimiert, sodass die Räume auch bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl bleiben. Dies reduziert den Bedarf an Klimaanlagen und spart zusätzlich Stromkosten (Quelle: www.steelmonks.com).
Die Kosten für eine 100 Quadratmeter große Dachdämmung variieren je nach Methode. Für eine Zwischensparrendämmung müssen Sie mit 7.000 bis 12.000 Euro rechnen. Die Kombination mit einer Untersparrendämmung erhöht die Kosten auf 10.000 bis 20.000 Euro, bietet aber deutlich bessere Dämmwerte.
Bei der günstigsten Variante, der Dämmung der obersten Geschossdecke, liegen die Kosten zwischen 1.500 und 5.000 Euro für 100 Quadratmeter. Mit Eigenleistung können Sie die Kosten auf die reinen Materialausgaben von etwa 1.500 bis 2.500 Euro reduzieren.
Eine Dämmung ohne Dampfbremse ist nur in speziellen Fällen möglich und empfehlenswert. Bei der Dämmung der obersten Geschossdecke von oben mit diffusionsoffenen Materialien kann unter bestimmten Bedingungen auf eine separate Dampfbremse verzichtet werden. Die Konstruktion muss jedoch so aufgebaut sein, dass eindringende Feuchtigkeit wieder austrocknen kann.
Bei Zwischensparren- oder Untersparrendämmung ist eine Dampfbremse unverzichtbar. Sie verhindert, dass feuchte Raumluft in die Dämmung eindringt und dort kondensiert. Ohne Dampfbremse drohen erhebliche Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung. Die Reparaturkosten übersteigen die Einsparungen bei Weitem (Quelle: www.baubeaver.de).
Fazit: Mit der richtigen Dämmstrategie zu niedrigen Heizkosten und hohem Wohnkomfort
Die Dämmung des Dachgeschosses ist eine der wirtschaftlichsten energetischen Sanierungsmaßnahmen. Bereits eine einfache Dämmung der obersten Geschossdecke für unter 3.000 Euro kann Ihre Heizkosten um 7 % senken und amortisiert sich nach 10 bis 15 Jahren. Mineralwolle bietet dabei das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren.
Nutzen Sie die verfügbaren Förderungen: BAFA-Zuschüsse von 15 %, KfW-Förderungen bis 30 % oder die steuerliche Absetzbarkeit von 20 % über drei Jahre reduzieren Ihre Investitionskosten erheblich. Bei einfachen Maßnahmen wie der Geschossdeckendämmung können Sie durch Eigenleistung zusätzlich 40 bis 60 % der Kosten einsparen.
Wenn Sie Ihr Haus sanieren oder das 70er Jahre Haus sanieren möchten, ist eine Dachdämmung oft eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Modernisierungsmaßnahmen. Bedenken Sie auch die Kaufnebenkosten bei einem Immobilienerwerb, wenn Sie eine energetische Sanierung planen.
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